Start in den Herbst: Pumpkin Pie – Kürbis mal amerikanisch

Eine liebe Freundin ließ neulich verlauten, sie würde gerne mal einen Kürbiskuchen probieren. Da wir  eh zum Tee verabredet waren und ich selber nämlich auch noch nie einen Pumpkin Pie probiert habe, kam das eine zum anderen und am Ende ein Pumpkin Pie bei raus.

Jedes mal zur Herbstzeit finde ich Unmengen an Rezepten auf amerikanischen Blogs mit dem sogenannten “Pumpkin Spice”. Eine Gewürzmischung, die extra für den Pumpkin Pie verwendet wird und im Herbst wird anscheinend alles damit “getränkt”. Es muss also irgendetwas ganz Tolles an dem Pumpkin Pie dran sein – somit wurde es langsam mal Zeit selber einen zu probieren.

Also stand das Projekt Pumpkin Pie vor der Tür und das Internet ist voll mit Rezepten dafür. Zu erst versuchte ich es bei den amerikanischen Rezepten (die sollten ja wissen was sie tun) –  dann die Deutschen, um zu schauen ob es schon mal jemand für den deutschen Gaumen angepasst hat. Und am Ende, tja da hatte ich dutzende verschiedene Rezepte und jeder hat was anderes gemacht.

Es gibt anscheinend kein Standard Rezept XY für Pumpkin Pie, also habe ich mir das Beste aus allen zusammen gesucht. OddNina war begeistert, ich fand ihn beim ersten Mal ok, aber man nächsten Tag fand ich ihn richtig lecker. Ob man süßen Kürbis mag oder nicht, dass muss jeder selber rausfinden, da scheiden sich wohl die Geister.

Auch wenn ich mir das Rezept so zurecht gelegt habe, wie es mir gefällt, so konnte ich zumindest rausfinden was im Pumpkin Spice drin ist. Der Pumpkin Pie soll ja auch nach Pumpkin Pie schmecken. Solltet ihr also mal über Pumpkin Spice in einem anderen Rezept stolpern, dann sind es wohl folgende Gewürze in dem Verhältnis:

Pumpkin Spice

1 TL Zimt

1/2 TL Ingwer

3/4 TL Piment (Nelkenpfeffer)

3/4 TL Nelken

1/4 TL Muskatnuß

Diese Menge reicht aus für das folgende Pumpkin Pie Rezept, falls ihr die Gewürze nicht zu Hause habt und nicht soviel Geld dafür ausgeben mögt, dann könnt ihr auch fertiges Lebkuchengewürz verwenden, dies kommt dem Pumpkin Spice relativ nahe.

Bevor es nun mit dem Rezept los geht, mag ich euch noch auf ein tolles Blogevent hinweisen, dass anlässlich des 8. Bloggeburtstag der lieben Zorra von 1x umrühren bitte aka kochtopf stattfindet.  “Rezepte für Sieger” nennt sich das Ganze und man kann Haushaltsgeräte von Braun gewinnen. Was ich aber am aller tollsten finde, ist, dass sie die eingesendeten Rezepte als Buch binden wollen und verteilen.

Ist das nicht eine hinreißende Idee ? Mein kleiner Kürbiskuchen eventuell in einem Buch, da geht mir das Herzchen auf. Also melde ich das Rezept hier an und hoffe das Beste.

8 Jahre kochtopf Geburtstags-Blog-Event - Rezepte für Sieger und mehr! (Einsendeschluss 6. Oktober 2012)

nun aber schnell zurück zum Kürbiskuchen, bevor die Kürbiszeit vorbei ist. Rührgerät schwingen und Ofen anheizen, es geht los

Rezeptdruck Pumpkin Pie

Zutaten

für den Teig

150 g Mehl

1 EL Zucker

110 g kalte Butter in Würfeln

30 ml Milch

für die Kürbisfüllung

100 g brauner Zucker

1 EL Stärke

1/2 TL Salz

1 Portion Pumpkin Spice (siehe oben)

ungefähr 600 – 700 g Kürbis (ich habe Hokaido genommen)

3 Eier

1 Dose gezuckerte Kondensmilch ( 375 ml)

200 g Creme fraiche

Der Teig

Die Zutaten für den Teig in eine große Schüssel geben und mit den Händen verkneten, so das ein glatter Teig entsteht. Anschließend den Teig in Frischhaltefolie mindestens 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Teig ausrollen und eine gebutterte und bemehlte Pie Form, Tarteform oder auch Springform (Durchmesser 25 cm) geben. Leicht festdrücken und den Rand etwas ausformen. Der überstehende Teig wird abgeschnitten. Falls ihr mögt, könnt ihr aus dem Rest noch etwas Dekoration mit Keksausstechern ausstanzen, z.B. ein kleiner Kürbis für die Mitte.

Die Pie Füllung

Zu erst den Kürbis schälen, fals ihr euch für einen Hokaido entschieden habt, so wie ich, dann müsst ihr den Kürbis nur gründlich waschen, da die Schale mitgegessen werden kann. Den Kürbis halbieren, die Kerne entfernen und auf ein Backblech legen.

Der Kürbis wird nun bei 180 °C so 20 – 30 Minuten “gebacken” bis das Kürbisfleisch schön weich geworden ist. Das weiche Kürbisfleisch in kleine Stück zerteilen.

Die restlichen Zutaten für die Füllung in einen Standmixer geben, das weiche und zerkleinerte Kürbisfleisch dazu und alles kräftig klein häckseln. Falls kein Standmixer vorhanden ist, geht  natürlich auch eine hohe Schüssel und ein Pürierstab und wenn auch das nicht vorhanden, kann ich mir auch gut ein Kartoffelstampfer und Muskelkraft vorstellen.

Die Füllung ist nun noch recht flüssig und wird vorsichtig in die mit Teig ausgelegte Form gegossen. Den Pumpkin Pie bei 220 °C für 10 Minuten backen und anschließend die Temperatur auf 180  °C reduzieren und den Kürbiskuchen weitere 20 – 30 Minuten backen.

Die Füllung wird nun nach und nach fest. Ich konnte das ganz gut an der glänzenden Oberfläche erkennen, die dann etwas matter wurde. Fals ihr noch Keksdeko auflegen wollt, solltet ihr warten bis die Füllung etwas fest geworden ist, sonst versinkt der Keks in der Mitte.

Viel Vergnügen

Tipps & Ideen

  • Ich denke der Kuchen passt auch gut zu herzhaften Gerichten als Beilage, in der Amerika wird er meist zum Erntedankfest gereicht zusammen mit Truthahn und anderen feinen Dingen
  • Eine Klecks Sahne zu dem Kuchen hätte sicherlich auch super gepasst, da er recht “herb” ist, was unerwartet kommt, wenn man an Kuchen denkt
  • Pumpkin Spice kann man für viele andere Dinge noch verwenden, Eis, in Kakao oder Kaffe, Frosting etc.
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12 thoughts on “Start in den Herbst: Pumpkin Pie – Kürbis mal amerikanisch

  1. Ich habe zuvor noch nie was von Pumpkin Spice gehört. Blog lesen bildet! ;-) Jetzt hätte ich noch gerne ein Stück von deinem Pumpking-Pie sieht nämlich oberköstlich aus! Danke fürs Mitmachen am Event und die Glückwünsche.

  2. Pingback: Seduced 2 : Pfefferminze Tarte und Eggnog | zumbackenverfuehrt

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