eine Hommage an den Cupcake oder wie ich das Fotografieren lernte

Heute gibt es mal kein Rezept, die Küche bleibt heute sauber, denn heute dreht es sich um meine Fähigkeit mit der Kamera um zu gehen.

Manch einer hat es vielleicht schon mitbekommen, ich habe einen Fotografie Kurs für Einsteiger hinter mir, mit insgesamt 14 Stunden Unterrichtszeit. Die Bilder in diesem Artikel sind alle während des Kurses entstanden, ich hatte ein Lieblingsmotiv, welches könnt ihr euch sicherlich denken. Es war sehr aufregend, lehrreich und spaßig, aber vielleicht sollte ich von vorne anfangen.

Als mein Herr Ritter beschloss von seiner analogen Spiegelreflexkamera auf eine Digitale umzusteigen, entlockte das mir nicht gerade freudiges Jauchzen. Technische Spielereien sind nun nicht so mein Ding und bisher war ich doch so zufrieden ein Knöpfchen zu drücken und dann war das Bild fertig.

Und dann kam die neue Pentax K7 zu uns und ich beäugte sie mit etwas Misstrauen. Teuer und hochmodern schaut sie aus, die Objektive wurden teilweise von der alten Pentax übernommen, aber was noch alles neu dazu gekauft wurde bleibt wohl auf Ewig ein Geheimnis.

Jetzt kam es dazu, dass ich irgendwann meine Backwerke als Foto festhalten wollte. Zu oft verschwand Gebäck in den Mägen hungriger Testesser  Freunde und Bekannte ohne dass sich irgendwer danach erinnern konnte, wie es vorher aussah und ohne das ich mich daran länger erfreuen konnte.

Ich schnappte mir die Kamera und stellte fest… die Bilder werden ja ganz grausig, unscharf und viel zu dunkel ! Da hat man aber meinem Herrn Ritter vielleicht einen Müll verkauft…. Moment, wenn er damit fotografiert sieht es um längen besser aus – verdammt.

Jegliche Versuche von Herrn Ritter mir die Kamera näher zu bringen scheiterten und er war auch nicht so glücklich darüber, wie ich mit dem guten Ding umgegangen bin (ich möchte mich an dieser Stelle noch mals aufrichtig entschuldigen, ich weiß es nun besser ! )

Letztes Weihnachten war es dann soweit, ich bekam einen Briefumschlag von Herrn Ritter in die Hand gedrückt mit den Worten „Wenn du mit der Kamera fotografieren willst, dann sollst du damit auch umgehen können“ – ein Gutschein für einen Fotokurs an der Volkshochschule zu einem Zeitpunkt meiner Wahl.

Tja und vor knapp zwei Wochen entschied ich mich für einen Kurs. Ein Anstoß dafür war natürlich der Blog. Ein paar schöne Fotos untermalen einfach jedes Thema. Dazu kam noch, dass kurz zuvor der Shoot the Food Workshop statt gefunden hat und ich in Unmengen von Blogs darüber lesen konnte. Das wollte ich auch, so tolle Fotos !

Am ersten Abend war alles sehr theoretisch – was ist die Blende, wie stelle ich sie sein, Belichtungszeit, Iso Zahl was passiert wenn ich es einstelle usw. Nach jedem erklärten Thema gab es eine kurze Übung in der man sehen konnte wie sich die verschiedenen Einstellungen auf das Bild auswirken.

Hui uiui sage ich euch, das hat mir schon die Augen geöffnet ! Mein Kopf war dann zwar ziemlich voll, aber in den Gesichtern der anderen Kursteilnehmer konnte ich ablesen, dass es ihnen zumindest nicht anders erging. Glück gehabt ! Eine Gruppe erwischt, in der der Blinde den Tauben führt. Wir waren glücklicher Weise alle so auf dem gleichen Stand, nämlich bei Null.

Der nächste Termin war dann sehr praxislastig. Zu Beginn wurden nochmal die wichtigsten Eigenschaften eines guten Bildes besprochen und dann gings los.

Jeder sollte etwas mitbringen um es zu fotografieren, schnell war klar was mein begehrtes Objekt sein würde. Cupcakes sind dekorativ und sehr fotogen. Während der Übung  gab es immer wieder gute Tipps und Ideen von der Kursleiterin und viel moralische Unterstüzung der anderen Teilnehmer.

Zahlreiche Cupcake Fotos sind entstanden und es hat verdammt viel Spaß gemacht.

Als nächste Einheit gab es noch Portraitfotos, der Umgang mit den Blitz und allgemeine teschnische Fragen die so aufgekommen sind.

Am letzen Termin wurden dann die von uns besten fünf Fotos einzeln besprochen. Was könnte man besser machen, welches Format passt zum Bild und was kann man mit dem Computer noch alles anstellen .

Ich habe das Gefühl ich habe sehr viel nicht erzählt und ich könnte noch viel mehr schreiben, aber ich bin mir nicht mal sicher, ob irgendwer bis hier hin alles gelesen hat. Ich möchte mich ganz herzlich bei meinen anderen Kursteilnehmern bedanken, eine so feiner und sympathischer Trupp – hach, die haben dem Kurs wirklich das Sahnehäubchen aufgesetzt.

Abschließend kann ich sagen, dass ich immernoch begeistert bin wie viel ich gelernt habe und wie gut sich alles umsetzen lässt. Ich hoffe jetzt einfach schöne, ansprechende Fotos präsentieren zu können, die euch zum nachbacken animieren und euch das Wasser im Mund zusammen laufen lassen. Sicherlich gibt es hin und wieder noch ein paar „alte“ Bilder, da habe ich noch ein paar Rezepte offen, aber ich denke das nehmt ihr mir nicht sonderlich übel. Es kommen noch genug „neue“ Bilder, die euch zum Backen verführen.

Aylin

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