Tortenshow 2012 in Hamburg – Erlebnisbericht

Letztes Jahr hat es leider nicht geklappt und deshalb hatte ich mir für 2012 fest vorgenommen mich von Nichts abbringen zu lassen und auf die Tortenshow hier in Hamburg zu gehen.

Fest vorgenommen und auch durchgeführt und nun möchte meine Eindrücke und Erlebnisse mit euch teilen.

Die Tortenshow

Für diejenigen, die bis jetzt noch nie etwas von der Tortenshow gehört haben, kurz ein paar Worte vorab.

Die Tortenshow findet seit 2009 einmal im Jahr statt. Verschiedene Aussteller bieten dort ihre Waren an, man findet das ein oder andere Schnäppchen und es geht natürlich hauptsächlich um – richtig – Torten. Dekorieren, verschönern und schmücken von selbigen.

In verschiedenen Kategorien finden Wettbewerbe statt, bei denen viele kreative Menschen ihr Können in Sachen Tortenkunst präsentieren. Dieses Jahr gab es folgene Kategorien :  Dekorierte Festtorte; Christmas Cake; Freestyle Torte; Figur / Dekoratives Element; Hochzeitstorte mit zwei oder mehr Etagen; Zuckerfloristik und nun  neu dazu gekommen  Cupcakes

Falls man selber gerne mal so wunderschöne Torten kreieren möchte, gibt es viele verschiedene Workshops in denen man Tipps und Hinweise bekommt um die eigenen Fähigkeiten zu verbessern.

Ankommen – Staunen – Feststecken

Als ich am Samstag endlich an den Toren der Handelskammer ankam, schaute ich nicht schlecht. Ich hatte nicht gedacht, dass es soviele gleichgesinnte Tortenvernarrte gibt, dass sich sogar eine Menschenschlange bis auf die Straße bildete. Nach gut einer viertel Stunde kam ich in den heiligen Tortenhallen an und stellte fest: hier sind ja noch viiiiel viel mehr Tortenpilgerer.

Nach und nach kämpfte ich mich von Raum zu Raum von Stand zu Stand. Alles war überwältigend und ich musste mich selbst ermahnen nicht von einer Ecke zur nächsten zu rasen um alles erfassen zu können. Also alles nach und nach.

Die Stände

Die Räume waren voll mit unterschiedlichen Austellern, bei denen sich alles nur um Tortenkunst und alles was dazu gehört dreht. Einige Shops kannte ich schon, wie z.B. die einheimischen KD Torten, aber auch Caros Zuckerzauber aus Österreich war vor Ort. Spannend waren natürlich die für mich unbekannten und auch ausländischen Shops. Es gab einige holländische Vertreter, aber auch eine Truppe munterere Engländer boten ihre Puderfarben an.

Ich musste mich sehr zurück halten Hamsterkäufe zu tätigen, da einiges verlockend reduziert war. Meist fragte ich mich „benötigst du das wirklich ? und hast du vor es im nächsten halben Jahr zu benutzen? “ Dementsprechend „klein“ viel meine Ausbeute aus.

Außerdem war ich sehr glücklich, dass ich meine Einkaufsrunde am Samstag gedreht habe. Es war so brechend voll vor den Ständen, dass mir schnell die Lust verging und mein Budget relativ unangetastet blieb. Sonntag war es bedeutend leerer, so dass man sich auch mal mit den Menschen hinter den Waren unterhalten konnte. Dennoch blieb ich standhaft, ich hatte ja zum Glück noch anderes zu tun.

Die Workshops

Ich hatte mich schon knapp einen Monat vor der Tortenshow für drei Workshops angemeldet. Wie ich nun vor Ort erfahren habe, waren in vielen der Workshops noch Platz, so dass man sich auch noch kurz vorher hätte anmelden können. Nun ja, so war ich aber auf der sicheren Seite.

Die Workshops gingen jeweils eine 3/4 Stunde und wurden mit einer kleinen Live Kamera und einem Beamer unterstützt. So konnten auch die hinteren Reihen mehr oder weniger gut die filigranen Arbeiten der Workshopleiter sehen.

Blumenkunde für Anfänger und für Fortgeschrittene

Diese beiden Kurse wurden von der hinreißenden Caroline Ziefreind von Caros Zuckerzauber gehalten. Mit viel Charm und österreischem Akzent zeigte sie am Samstag die Grundlangen für wunderschöne Zuckerblumen. Dabei erklärte sie zu erst die verschiedenen Werkzeuge, die unablässlisch für das erstellen von Zuckerblumen sind und zeigte anschließend an einem einfachen Blütenblatt wie man selbige benutzt.

Sonntag besuchte ich auch gleich den Fortgeschrittenen Kurs. Hierbei ging es hauptsächlich um das Arrangieren und Binden von den fertig gestellen Blumen und Blättern. Caro nahm sich sehr viel Zeit um Fragen zu beantworten und Lösungen für oft auftretende Probleme zu finden. Ich war wirklich sehr begeistert wie angenehm die Stimmung war und wie schnell so eine drei viertel Stunde verfliegen kann.

Margariten aus Eiweißspritzglasur spritzen

Der dritte Kurs den ich besuchte war ein Kurs, der sich mit dem spritzen von Margariten aus Royal Icing beschäftigte. Karin Bormann zeigte hier bei geduldig wie man mit der richtigen Tülle und der richtigen Konsitenz des Icings wunderbare und einfache Magariten spritzt. Dabei gab sie viele hilfreiche Tipps wie man z.B. die fertigen Blumen richtig lagert oder wie man auch mehrfarbige Blüten spritzen kann. Auch ihr liebstes Rezept für Royal Icing verriet sie uns.

Am Ende kamen ganz wunderbare Blüten bei raus und ich war sehr erfreut, dass sie sich auch nach dem Kurs noch Zeit für mich nahm um mir einige Dinge genauer zu erklären.

Zwischen den Workshops nahm ich mir immer wieder die Zeit um im größten Raum der  zu verweilen und die Herzstücke der Tortenshow zu bewundern.

Die Schaustücke

Überwältigend viele Torten und andere zuckrige Kunststücke sammelten sich in dem größten Raum der Tortenshow. Mit Absperrungen davor drückte ich mich in einer langen Schlange nach und nach an den Torten vorbei – ich kam mir vor wie im Disneyland in einer Warteschlange zur Achterbahn. Es waren wirklich sehr viele beeindruckende Werke dabei, einige überzeugten mit großer Sorgfalt, andere mit ganz viel Witz oder Kreativität.

Schade fand ich jedoch, dass nicht wirklich ersichtlich war, in welchen Kategorien die Torten teilnahmen. Genauso merkwürdig fand ich, wie ich später erfahren habe, das es anscheinend keinerlei Unterteilung zwischen Profi und Amateur gab. Die Torten waren lediglich mit Nummern versehen, so gab es keine Möglichkeit heraus zu finden zu wem nun welches Schaustück gehört. Sicherlich gewollt, damit die Jury nicht voreingenommen ist, trotzdem hätte ich es nett gefunden wenn noch irgendwelche Informationen mit dabei gewesen wären.

Fazit

Es war für mich ein ganz aufregendes Wochenende – ich habe es sehr genossen mit sovielen Torten und Backvernarrten Menschen an einem Ort zu sein. Ich habe an Ständen gefachsimpelt  und auf den Workshops noch einige hilfreiche Sachen mitgenommen. Mein persönliches Highlight war es, als ich innerlich wie ein Fangirl aufquieckte und für mich bekannte Gesichter entdeckte. Ich meine nun nicht die Tortentuner oder Betty von Bettys Sugar Dreams.

Samstag habe ich doch tatsächlich Christina von Christinas Catchy Cakes getroffen. Vielleicht erinnert ihr euch noch, ich habe bei einem Backevent bei ihr mitgemacht. Hach – hat mich das gefreut sie persönlich mal zu umarmen (hihi).

Sonntag stolperte ich dann unerwartet über eine weitere Bloggerin – Dagi von Home is where the Törtchen is . Dank eines verräterischen Jutebeutels mit ihrem Aufdruck drauf hüpfte mein inneres Fangirl erneut auf. Wir konnten ein paar Worte wechseln und etwas plauschen, bevor sie in dem nächsten Workshop verschwand. Hach, großartig.

Ich hatte also ein fantastisches Wochenende und will es auf jeden Fall einrichten nächstes Jahr wieder hin zu gehen. Vielleicht überlege ich mir sogar am Wettbewerb teilzunehmen, aber dafür habe ich ja nun zum Glück ein Jahr Zeit um mich zu entscheiden.

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