Nachgebacken : Creme fraiche Gugelhupf mit Zitronensirup

Als ich dieses Rezept samt Foto das erste Mal sah, wusste ich, den backe ich mal nach. Es hat eine Weile gedauert, bis ich dazu kam, das Rezept stand nämlich in der ersten Lecker Bakery drin. Also schon eine Weile her, aber trotzdem nicht vergessen.

Mir gefiel gleich auf Anhieb die Mischung aus Creme fraiche und Zitrone. Ich mag Zitronen ja so oder so sehr gerne und ich dachte mir, das sich die beiden Sachen gut ergänzen würden.

Ein weiterer Pluspunkt war die Tatsache, dass der fertige Kuchen mit Zitronensirup getränkt wird. Sollte also die Backzeit nicht stimmen und er etwas trocken sein, was soll’s, er kriegt ja noch mal mächtig Flüssigkeit zugeführt.

Und wie ist er so geworden ? Ich denke, er ist so geworden wie er sollte. Er roch gut, war schön goldbraun und mit dem Sirup wunderbar saftig – also eigentlich gibt’s da nichts zu meckern… eigentlich.

Mir gefiel die Konsitenz von dem Gugelhupf leider nicht. Da hier mit sehr viel Weichweizengrieß gearbeitet wird, hat er einen leicht krümelige, krisselige  Konsistenz. Er schmeckte sehr zitronig, viel von der Creme fraiche habe ich nicht gemerkt, ebenso wenig habe ich die verwendeten Kokosraspel geschmeckt. Dennoch war er recht rund im Geschmack. Aber würde ich ihn nochmal machen, dann ganz sicher mit einem einfachen Rührkuchen bzw. einem einfachen Zitronenkuchen als Grundteig.

Einen weiteren Minuspunkt gab es für das Rezept – ich mag diese Becherangaben nicht. Lieber arbeite ich mit harten Fakten – äh ich meine mit Gramm und ml Angaben. Liegt wohl an der Arbeit im Labor. Ich rechne mir auch immer die amerikanischen Rezepte um, obwohl ich Cups besitze. Im nachfolgenden Rezept biete ich euch einfach beides an, so könnt ihr selber entscheiden, ob ihr es lieber lässig mit Bechern macht oder penibel mit Grammangaben.

Rezeptdruck Creme fraiche Gugelhupf mit Zitronensirup

Zutaten

1 1/2 Becher Creme fraiche ( 225 g)

1 Päckchen Vanillezucker

2 1/2 Becher Zucker (400 g)

Prise Salz

6 Eier (Gr. M)

1 1/2 Becher Öl (225 ml)

1 Becher Mehl (130 g)

2 Becher Weichweizengrieß (280 g)

1 Becher Kokosraspel (70 g)

1 Päckchen Backpulver

Saft von 3-4 Zitronen (160 ml)

Abmessen mit dem Becher

Wenn ihr euch für die schnelle Variante entscheidet, dann nehmt ihr zum Abmessen nur den Creme fraiche Becher. Schaut, dass zwischen den Abmessschritten der Becher sauber und trocken ist.  Bei dem Rezept steht extra dabei, dass der Becher immer gestrichen voll gemacht wurde.

Der Teig

Vanillezucker, 160 g von dem Zucker, eine Prise Salz und die Eier in einer Schüssel cremig aufschlagen. Die Masse wird dabei deutlich heller. Anschließend die Creme fraiche und das Öl unterrühren.

Mehl, Grieß, die Kokosraspel und das Backpulver in einer Schüssel mit einander vermengen und nach und nach unter die Masse rühren. Der Teig ist nun soweit fertig und kann in die vorher gefettete und bemehlte Gugelhupfform gefüllt werden.

Der Kuchen wird im vorgeheizten Ofen bei 150 °C Umluft für ungefähr 40-50 Minuten gebacken. Sollte er oben zu dunkel werden, lieber mit etwas Alufolie abdecken.

Der Sirup

Während der Kuchen im Ofen ist, kann man den Sirup vorbereiten. Hierfür die 160 ml Zitronensaft mit den restlichen 160 g Zucker in einem Topf aufkochen und 2-3 Minuten köcheln lassen.

Sobald der Gugelhupf fertig ist, ihn nochmal für 20 Minuten auskühlen lassen. Anschließend vorsichtig den Hupf stürzen und (jetzt wirds gemein) dem schönen Gugelhupf mit einem Spieß mehr mals ein paar Löcher verpassen. Den noch heißen Sirup vorsichtig über den Kuchen träufeln, dabei den kompletten Sirup aufbrauchen. Wenn ihr mögt, den Gugelhupf noch mit 1 EL Kokosraspel bestreuen.

Tipps und Ideen

Wie schon geschrieben, würde ich beim nächsten Mal auf einen einfachen Rühr – bzw. Zitronenkuchen zurück greifen und diesen dann mit dem Sirup tränken.

Falls ihr den Kokosgeschmack mögt, würde ich hier die Menge erhöhen. Wirklich geschmeckt hat man ihn nicht. Vielleicht kann man statt dessen den Grießanteil etwas verringern.

4 thoughts on “Nachgebacken : Creme fraiche Gugelhupf mit Zitronensirup

  1. Hach ja. Ich bin ja eben so hin und her gerissen gewesen wie du aber nach einem weiteren Tag „durchziehen“ hat mir die ganze Sache tatsächlich noch besser geschmeckt als am „Backtag“😉 Vielleicht braucht der Gries einfach ein bisschen um den Zitronensirup richtig in sich auf zu ziehen.

    Jan war übrigens begeistert und hat den Großteil der Hälfte welche du mri da gelassen hattest mit zur Arbeit genommen😉❤

    • Du hast ihn ja schon einen Tag später gegessen😉 aber ich gebe dir recht, er schmeckte am nächsten Tag wirklich besser. Aber so richtig umgehauen hat es mich nicht. Ich werde noch etwas weiter daran tüffteln, vielleicht auch mit verschiedenen Sirup Arten oder vielleicht auch mal etwas Alkohol – ich glaube dann ist es ein „beschwippster Gugelhupf“

      Es freut mich natürlich ganz besonders, dass dein Herzblatt sich daran erfreut hat ♥ ♥

  2. Hey Mädels, ich finde das Rezept mit dem Gries, Zitrone u Creme fraîche testenswert. Habt ihr schon mal die Möglichkeit in Erwägung gezogen den Gugelhupf mit Limoncello oder einem anderem Zitronenlikör zu tränken? Ich finde den Gedanken verlockend! Gruß Valeriana

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